3. Platz für Ferenc Langheinrich beim 15. Schnellschachturnier des SV Marzahna 57 e.V.

Schlacht bei Dennewitz 2017 – Er hat es wieder getan ...

Robert Rabiega aus Berlin gewinnt nun schon zum 6. Mal die sehr gut besetzte Schlacht bei Dennewitz 2017 nach spannendem Verlauf

Schlacht von DennewitzDie Schlacht von DennewitzSchlacht von Dennewitz auf den 64 Feldern, das Schnellschachturnier des SV Marzahna 57 e.V. fand nun schon zum 15. Mal statt. Die tatsächliche Schlacht mit vielen echten Opfern liegt nun schon 204 Jahre zurück. Damals waren es über 100.000 Kämpfer – diesmal etwas weniger.

Das Turnier hätte auch einige Teilnehmer mehr verdient, aber die angereisten 42 Spieler boten ein hochklassiges Feld. Insgesamt 9 Titelträger, davon 4 GM und 24 Spieler mit einer TWZ über 2000 garantierten spannende Spiele von der ersten Runde bis zum Schluss.

IM Ralf SchöneIM Ralf SchöneBevor es richtig losging, erhielt IM Ralf Schöne schon seinen obligatorischen Preis: Er hat als einziger Teilnehmer alle Schlachten – ok, mit Ausnahme der von 1813 – geschlagen!

In der ersten Runde gab es erwartungsgemäss an den vordersten Brettern keine Überraschungen, aber am 8. Brett war die Niederlage von Michael Kyritz mit deutlich über 300 DWZ mehr gegen Mert Acikel sicher eher unerwartet.

Spitzenbrett Aufgrund der geringeren Quantität bei gleichzeitig hoher Qualität der Teilnehmer gab es dann in Runde 2 schon weitere Überraschungen. GM Thomas Ernst aus Schweden spielte am 6. Brett Remis gegen Peter Hinze und FM Sebastian Eichner am 4. Brett unterlag Detlev Kuhne. Kuhne gelang in der 3 Runde dann gleich auch noch ein Remis gegen die Nummer 3 der Setzliste, GM Rajk Tischbierek.

Nach 3 Runden hatten nur noch die beiden topgesetzen GM Robert Rabiega und GM Alexander Naumann, sowie FM Ferenc Langheinrich alle Spiele gewonnen.

Übrigens gab es mit den Herren Ernst (Schweden), Rabiega (Deutschland) und Tischbierek (DDR) 3 ehemalige Landesmeister in diesem Jahr in Dennewitz. Naumann wurde mit seiner Mannschaft Solingen im vorletzten Jahr in Deutschland Meister und vor wenigen Wochen deutscher Vizemeister im Schnellschach, also genau der Dennewitzer Disziplin …

In der 4. Runde spielten die beiden Setzlistenersten Rabiega und Naumann Remis und hatten damit jeweils 3,5 Punkte. Da Langheinrich gegen Ernst unterlag, konnte Ernst zu den Führenden aufschliessen.

In der 5. Runde spielten Rabiega gegen Langheinrich und Naumann gegen Ernst jeweils Remis, so dass mit ihren Siegen Eichner und Jirawat Wierzbicki sich ebenfalls mit 4 Punkten an die Spitzen setzen konnten.

Die Auslosung der 6. Runde meinte es „gut“ und Trainer Rabiega konnte / durfte / musste mit seinem Schützling Wierzbicki spielen – und gewinnen. Gemeinsam mit Ernst und Eichner - nach Sieg gegen Naumann - lag er nach 6 Runden mit 5 Punkten in Führung, dahinter Langheinrich mit 4,5. Spitzenbrett

In Runde 7 spielten Rabiega und Ernst Remis, Eichner gegen Langheinrich ebenfalls. Damit führten Rabiega, Ernst und Eichner mit 5,5 Punkten. Dahinter folgten Langheinrich, Naumann und Schöne mit 5 Punkten.

Als „Lohn“ für seine bis dahin gute Performance durfte Schöne in Runde 8 dann gegen Rabiega antreten – und verlor. Da Ernst und Eichner nur Remis spielten, lag Rabiega nun mit 6,5 allein in Führung. Dahinter 4 Spieler mit 6 Punkten: Naumann, Langheinrich, Eichner und Ernst. Aus diesem Kreis musste der Sieger kommen.

Langheinrich spielte gegen Naumann Remis. Ernst unterlag Tischbierek, der sich mit 3 aus 3 in den letzten Runden doch noch in die Preisränge spielte. Das Duell um den Turniersieg hieß Rabiega gegen Eichner. Und zum 6. Mal hieß in Dennewitz der Sieger: Robert Rabiega! Herzlichen Glückwunsch!

Die Sieger Rabiega kam damit auf 7,5 Punkte und hatte in der Endabrechnung sogar einen ganzen Punkt Vorsprung auf Naumann, der damit seinen zweiten Platz in der deutschen Schnellschachmeister bestätigt hat … ;-) Dritter wurde Langheinrich vor Tischbierek mit ebenfalls 6,5 Punkten. Ernst und Eichner belegten nach den Schlussrundenniederlagen die Plätze 5 und 6 mit jeweils 6 Punkten.

Bester Senior Detlev Kuhne sicherte sich den 7. Platz und mit den 5,5 Punkten auch den Seniorenpreis. Aus Gastgebersicht sehr erfreulich war der 12. Platz von Roland Schimmel mit 5 Punkten, gestartet von Setzplatz 30. Damit gewann er sogar die Kategorie unter TWZ 2100. Als einer der Hauptsponsoren verzichtete er jedoch darauf. Davon profitierten in der Kategorie 1801 bis 2100 die Ratingpreisgewinner: Joachim Breitfeld, Carsten Kühne, Erik Allgeier und Peter Hintze. In der Kategorie bis 1800 siegte Frank Stemmpler, vor Mario Gutewort, Maximilian Diekmann und Jürgen Beator. Den Preis für den besten Junior gewann Jirawat Wierzbicki. Beste Frau wurde Nadine Naumann.

Spiellokal Insgesamt kamen so fast 20 Teilnehmer zu Geld- und Sachpreisen, die freundlicherweise von den Sponsoren aus dem Verein des SV Marzahna 57 e.V. zur Verfügung gestellt wurden. Die Turnierleitung musste nicht einziges Mal eingreifen. Diese Schlacht war deutlich friedlicher als die von 1813. Das hat Spass gemacht!

In der ewigen Bestenliste liegt weiter unangefochten Ralf Schöne durch seine ununterbrochenen Teilnahmen vor dem nun 6-maligen Sieger Robert Rabiega und CM Carsten Hein (Empor Potsdam). Auf Platz 4 verbessert hat sich Henry Wangerin vom gastgebenden SV Marzahna 57 e.V. Ein grosses Dankeschön gilt dem Team des „Wirtshaus zum Grafen Bülow“ für die Zurverfügungstellung des historisch gestalteten Saales und die preiswerte und leckere Bewirtung!

Museum in Dennewitz

Museum in Dennewitz
Dank gilt natürlich auch den Sponsoren vom gastgebenden SV Marzahna 57 e.V. sowie Schiedsrichter und Turnierleitung Fred Metzdorf und René Schilling.

Auf Wiedersehen am 01.09.2018 im „Wirtshaus zum Grafen Bülow“ in Dennewitz! Oder aber natürlich auch mal vorher … Das Museum in Dennewitz zur Schlacht von 1813 ist immer einen Besuch wert! SV Marzahna 57 e.V.

René Liese 2017-09-20 21:06:00

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