Satzung des SV Empor Erfurt

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

(1)Am 06.07.1990 wurde die BSG Empor Erfurt in den Sportverein Empor Erfurt e.V. umgewandelt.
Der Sportverein Empor Erfurt e.V. hat seinen Sitz in Erfurt. Er ist in das Vereinsregister eingetragen.

(2)Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


§ 2 Zweck, Aufgaben und Grundsätze

(1)Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Gesetzes über Vereinigungen § 21 vom 28.02.1990 und zwar zur Ausübung des Sports.

(2)Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirt-schaftliche Zwecke.

(3)Die Organe des Vereins üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.

(4)Mittel, die dem Verein zufließen, dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

(5)Der Verein wahrt parteipolitische Neutralität. Er räumt den Angehörigen aller Völker und Rassen gleiche Rechte ein und vertritt den Grundsatz religiöser und weltanschaulicher Toleranz.


§ 3 Gliederung

  Für jede im Verein betriebene Sportart wird eine in der Haushaltsführung unselbständige Abteilung gebildet.


§ 4 Mitgliedschaft

Der Verein besteht aus

1. den erwachsenen Mitgliedern
  1. ordentlichen Mitgliedern, die sich im Verein sportlich betätigen und das 18. Lebensjahr vollendet haben,
  2. passiven Mitgliedern, die sich im Verein nicht sportlich betätigen und das 18. Lebensjahr vollendet haben,
  3. fördernden Mitgliedern,
  4. Ehrenmitgliedern.
2. den jugendlichen Mitgliedern bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.


§ 5 Erwerb und Verlust der Mitgliedschaft

(1)Dem Verein kann jede natürliche Person als Mitglied angehören.

(2)Die Mitgliedschaft ist schriftlich unter Anerkennung der Vereinssatzung zu beantragen.

(3)Bei Aufnahmeanträgen Minderjähriger ist die schriftliche Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich.

(4)Die Mitgliedschaft erlischt durch
  1. Austritt,
  2. Ausschluß,
  3. Tod.
(5)Der Austritt muß dem Vorstand gegenüber schriftlich erklärt werden.

(6)Ein Mitglied kann vom Vorstand aus dem Verein ausgeschlossen werden
  1. wegen erheblicher Verletzung satzungsgemäßer Verpflichtungen,
  2. wegen Zahlungsrückstandes mit Beiträgen von mehr als 6 Monaten trotz Mahnung,
  3. wegen eines schweren Verstoßes gegen die Interessen des Vereins oder groben unsportlichen Verhaltens,
  4. wegen unehrenhaften Handlungen.
In den Fällen a, c und d ist vor der Entscheidung dem betroffenen Mitglied Gelegenheit zu geben, sich zu rechtfertigen. Es ist zu der Verhandlung des Vorstandes über den Ausschluß unter Einhaltung einer Mindestfrist von 10 Tagen schriftlich zu laden. Die Entscheidung erfolgt schriftlich und ist mit Gründen zu versehen. Der Bescheid über den Ausschluß ist durch eingeschriebenen Brief zuzustellen. Gegen die Entscheidung ist die Berufung an die Mitgliederversammlung zulässig. Die Berufung ist binnen 3 Wochen nach Absendung der Entscheidung schriftlich einzulegen. Die Mitgliederversammlung entscheidet endgültig.

(7)Bis zur Beendigung der Mitgliedschaft bleiben Beitragspflicht und sämtliche sonstigen Verpflichtungen gegenüber dem Verein bestehen.

(8)Ausgeschiedene oder ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch auf Anteile aus dem Vermögen des Vereins, auch nicht auf Rückerstattung von bereits gezahlten Beiträgen. Andere Ansprüche eines ausgeschiedenen oder ausgeschlossenen Mitgliedes gegen den Verein müssen binnen 3 Monaten nach dem Erlöschen der Mitgliedschaft durch eingeschriebenen Brief dargelegt und geltend gemacht werden.

§ 6 Rechte und Pflichten

(1)Die Mitglieder sind berechtigt, im Rahmen des Vereinszweckes an Veran-staltungen des Vereins teilzunehmen.

(2)Alle Mitglieder sind verpflichtet, sich entsprechend der Satzung und den weiteren Ordnungen des Vereins zu verhalten. Die Mitglieder sind zu gegenseitiger Rücksichtnahme und Kameradschaft verpflichtet.

(3)Die Mitglieder sind zur Entrichtung von Beiträgen verpflichtet. Die Höhe der Beiträge beschließt die Mitgliederversammlung.

§ 7 Maßregelung

(2)Gegen Mitglieder, die gegen die Satzung oder gegen Beschlüsse des Vorstandes oder der Mitgliederversammlung verstoßen oder sich eines Verstoßes gegen die Interessen des Vereins oder eines unsportlichen Verhaltens schuldig machen, können nach vorheriger Anhörung vom Vorstand folgende Maßregelungen verhängt werden:
  1. Verweis,
  2. Verbot der Teilnahme am Sportbetrieb und an den Veranstaltungen des Vereins auf eine Dauer von bis zu acht Wochen.
(2)Der Bescheid über die Maßregelung ist schriftlich gegen Unterschrift zuzustellen. Dem betroffenen Mitglied steht das Recht zu, gegen diese Entscheidung binnen zwei Wochen nach Erhalt den Beschwerdeausschuß des Vereins anzurufen.

§ 8 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind
  1. die Mitgliederversammlung,
  2. der Vorstand,
  3. der Beschwerdeausschuß.

§ 9 Die Mitgliederversammlung

(1)Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Die wichtigste Mitgliederversammlung ist die Hauptversammlung. Diese ist zuständig für
  1. Entgegennahme der Berichte des Vorstandes,
  2. Entgegennahme des Berichtes der Kassenprüfer,
  3. Entlastung und Wahl des Vorstandes,
  4. Wahl der Kassenprüfer,
  5. Festsetzung von Beiträgen, Umlagen und deren Fälligkeit,
  6. Genehmigung des Haushaltsplanes,
  7. Satzungsänderungen,
  8. Beschlußfassung über Anträge,
  9. Entscheidung über die Berufung gegen den Ausschluß eines Mitgliedes nach § 5, Abs. 6
  10. Ernennung von Ehrenmitgliedern,
  11. Wahl der Mitglieder von satzungsgemäß vorgesehenen Ausschüssen,
  12. Auflösung des Vereins.
(2)Die Hauptversammlung findet einmal jährlich statt, sie sollte im ersten Quartal durchgeführt werden.

(3)Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist innerhalb einer Frist von zwei Wochen mit entsprechender Tagesordnung einzuberufen, wenn es
  1. der Vorstand beschließt oder
  2. 20 % der stimmberechtigten Mitglieder beantragen.
(4)Die Einberufung der Mitgliederversammlungen erfolgt durch den Vorstand mittels schriftlicher Einladung. Für den Nachweis der frist- und ordnungsgemäßen Einladung reicht die Absendung der schriftlichen Einladung aus. Zwischen dem Tag der Einladung und dem Termin der Versammlung muß eine Frist von mindestens zwei Wochen liegen. Mit der Einberufung der Mitgliederversammlung ist die Tagesordnung mitzuteilen. Anträge auf Satzungsänderungen müssen bei der Bekanntgabe der Tagesordnung vom Vorstand schriftlich vorgelegt werden.

(5)Eine ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig. Bei Beschlüssen und Wahlen entscheidet die einfache Stimmenmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Stimmenthaltungen gelten nicht als abgegebene Stimme - Stimmengleichheit bedeutet Ablehnung. Satzungsänderungen erfordern eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Bei Wahlen muß eine geheime Abstimmung erfolgen, wenn diese von 10 % der anwesenden wahlberechtigten Mitglieder beantragt wird.

(6)Anträge können gestellt werden
  1. von jedem stimmberechtigten Mitglied,
  2. vom Vorstand.
(7)Anträge auf Satzungsänderungen müssen zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung schriftlich und ausformuliert beim Präsidenten des Vereins eingegangen sein.

(8)Über andere Anträge kann die Mitgliederversammlung nur abstimmen, wenn diese Anträge mindestens eine Woche vor der Versammlung schriftlich beim Präsidenten des Vereins eingegangen sind. Später eingehende Anträge dürfen nur in der Mitgliederversammlung behandelt werden, wenn ihre Dringlichkeit mit einer Zweidrittelmehrheit bejaht wird. Dringlichkeitsanträge auf Satzungsänderungen sind nicht möglich.

(9)Alle Anträge und der Geschäftsbericht müssen den Mitglieder bzw. Delegierten schriftlich zur Mitgliederversammlung vorliegen.

(10)Über die Mitgliederversammlung ist ein Ergebnisprotokoll zu fertigen, das vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterzeichnet werden muß.

(11)Mitgliederversammlungen können auch als Delegiertenkonferenz durchgeführt werden. Hierbei steht jeder Abteilung je angefangene fünf stimmberechtigte Mitglieder ein Delegierter zu.

§ 10 Stimmrecht und Wählbarkeit

(1)Mitglieder, die das 16.Lebensjahr vollendet haben, besitzen Stimmrecht und Wahlrecht.

(2)Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden.

(3)Gewählt werden können alle stimmberechtigten Mitglieder des Vereins.

§ 11 Der Vorstand

(1)Der Vorstand arbeitet
  1. als geschäftsführender Vorstand bestehend aus
    • dem Präsident
    • dem Vizepräsident
    • dem Vizepräsident
    • dem Schatzmeister
    • dem Jugendwart
  2. als Gesamtvorstand, bestehend aus
    • dem geschäftsführenden Vorstand (a)
    • dem Schriftführer
    • dem Objektverantwortlichen
    • den Abteilungsleitern
(2)Der Vorstand führt die Geschäfte im Sinne der Satzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung. Er faßt seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten bzw. bei dessen Abwesenheit die Stimme seines Vertreters. Er ordnet und überwacht die Tätigkeit der Abteilungen und berichtet der Mitgliederversammlung über seine Tätigkeit. Der Vorstand ist berechtigt, für bestimmte Zwecke Ausschüsse einzusetzen. Er kann verbindliche Ordnungen erlassen.

(3)Gerichtlich und außergerichtlich wird der Verein durch zwei der nachfolgenden Vorstandsmitglieder vertreten, sofern diese das 18. Lebens-jahr vollendet haben:
  1. Präsident
  2. Vizepräsident
  3. Vizepräsident
  4. Schatzmeister
  5. Jugendwart
(4)Der Präsident leitet die Mitgliederversammlung. Er kann ein anderes Vorstandsmitglied mit der Leitung beauftragen.

(5)Der Vorstand wir für jeweils zwei Jahre gewählt.

§ 12 Ehrenmitglieder

(1)Personen, die sich um den Verein besonders verdient gemacht haben, können auf Vorschlag zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Die Ernennung zu Ehrenmitgliedern erfolgt auf Lebenszeit, wenn zwei Drittel der Stimmen der anwesenden Stimmberechtigten der Mitgliederversammlung dem Vorschlag zustimmen.

(2)Ehrenmitglieder haben in der Mitgliederversammlung Stimmrecht.

§ 13 Beschwerdeausschuß

(1)Der Beschwerdeausschuß besteht aus drei erwachsenen Mitgliedern, die nicht dem Vorstand angehören dürfen.

(2)Der Beschwerdeausschuß wird für jeweils zwei Jahre gewählt.

§ 14 Kassenprüfer

(1)Die Kassenprüfer haben die Kasse des Vereins einschließlich der Bücher und Belege mindestens einmal im Geschäftsjahr sachlich und rechnerisch zu prüfen und dem Vorstand jeweils schriftlich Bericht zu erstatten. Die Kassenprüfer erstatten der Mitgliederversammlung einen Prüfbericht und beantragen bei ordnungsgemäßer Führung der Kassengeschäfte die Entlastung des Schatzmeisters und des übrigen Vorstandes.

(2)Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von zwei Jahren zwei Kassenprüfer, die nicht Mitglied des Vorstandes sein dürfen.

§ 15 Auflösung

(1)Über die Auflösung des Vereins entscheidet eine hierfür besonders einzuberufende Mitgliederversammlung mit Dreiviertelmehrheit der erschienenen Stimmberechtigten. Diese Mitgliederversammlung darf nicht als Delegiertenkonferenz durchgeführt werden.

(2)Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins, soweit es Ansprüche aus Darlehensverträgen der Mitglieder übersteigt, dem Stadtsportbund Erfurt e.V. zu, der es unmittelbar und ausschließlich für die in § 2 dieser Satzung aufgeführten Zwecke zu verwenden hat.

§ 16 Inkrafttreten

Diese Satzung ist am 06 .07.1990 in der vorliegenden Form von der Mitgliederversammlung des Sportvereins Empor Erfurt e.V. beschlossen worden. Sie tritt am 06.07.1990 in Kraft.

Die letzte Änderung der Satzung erfolgte auf der Mitgliederversammlung am 24.04.2009.